Chronik

Chronik

Aus der Geschichte des Tambourcorps “Frisch voran” Oekoven 1950

Im Jahre 1949 entstand aus einem Gespräch zwischen Johann Neuen und Hans Nelles auf der Heimfahrt von einem Übungsabend in Anstel (Johann Neuen war Tambourspieler im Tambourcorps “In Treue fest” Anstel) die Idee, ein Tambourcorps zu gründen.

Die Männer der ersten Stunde, Johann Neuen, Hans Nelles, Anton Maaßen, Franz Effer, Alfred Nerger und Peter Komanns setzten sich am 26.08.1949 im Wohnzimmer der Familie Nelles zusammen und beschlossen, ein Tambourcorps zu gründen. Sie gaben ihm den Namen “Frisch voran”. Um nun weitere Mitglieder zu werben, wurden Aushänge gefertigt, auf denen Jugendliche ab 16 Jahren aufgefordert wurden, sich bei Johann Neuen zu melden. Innerhalb von 14 Tagen waren 12 Spielleute und ein Tambourmajor zusammen. Der neu ernannte Tambourmajor Franz Effer wurde von seinem Onkel Peter Becker, Tambourmajor des Tambourcorps Concordia Gohr, ausgebildet.

Die 12 Spielleute (Trommler und Flötisten) probten zunächst unter Anleitung von Herrn Rösberg aus Evinghoven (Onkel unseres Aktiven Mitglieds Toni Mausberg) und Wienand Granderath, Arbeitskollege von Hans Nelles, vom Tambourcorps Elsen-Fürth. Mangels Notenmaterial erfolgte das Einstudieren der Märsche nach Gehör (mit Hilfe von Schallplatten) und später nach einem in Tambourcorpskreisen bekannten Punktsystem. Es wurde zwei Mal in der Woche geübt. Dies geschah meist in der Schmiede von Johann Haas in Oekoven oder im Vereinslokal bei Adam Bolling in Deelen. Ihre Instrumente mussten sich die Spielleute Selbst anschaffen. Sie wurden dabei jedoch von der Dorfbevölkerung mit Geldspenden unterstützt.

Die Begeisterung der Spielleute war sehr groß und so schafften sie es schon im Jahr 1950 an den Festtagen der St. Sebastianus-Bruderschaft ihr Können der Öffentlichkeit vorzuführen.

Der erste Vorstand des Corps bestand aus dem Vorsitzenden Johann Neuen, Tambourmajor Franz Effer, Schriftführer Hans Nelles, Kassierer Alfred Nerger und Beisitzer Peter Komanns sowie Anton Maaßen.

Am 19.08.1950 wurde dann offiziell auf einer Versammlung das Tambourcorps “Frisch voran” Oekoven gegründet und beim Bürgermeisteramt in Widdeshoven angemeldet. Um der Vereinsgründung einen entsprechenden Rahmen zu geben, wurden Statuten erarbeitet und dem Amtsgericht Mönchengladbach zur Eintragung vorgelegt.

Die damaligen Statuten sind in vielen Punkten heute noch gültig. In Punkt 9 jedoch wurde festgelegt, dass die Anzahl der Mitglieder nicht über 17 liegen darf. Dies ist bei einer heutigen Mitgliederzahl von 46 Aktiven sehr verwunderlich. Die ersten eigenen Uniformen des neu gegründeten Corps wurden am 18.11.1950 von der Kleiderfabrik Zimmermann aus Jüchen ausgeliefert. Die 14 Pilotenjacken kosteten damals 20 DM pro Stück und wurden unter finanziellen Opfern eines jeden Einzelnen angeschafft.

Das erste auswärtige Aufspiel fand Ostermontag 1951 zum Tambourfest in Eckum statt und am 16. Juli 1951 wurde unter Mitwirkung von 10 befreundeten Tambourcorps das erste Stiftungsfest in Oekoven gefeiert.

Von 1953 bis 1955 übernahm das Corps die musikalische Gestaltung der Schützenfeste in Widdeshoven.

1954 wurde Franz Effer, bedingt durch einen schweren Unfall, gezwungen das Amt des Tambourmajors abzugeben. Alfred Nerger stellte sich kurzfristig als sein Nachfolger zur Verfügung, bevor dann 1956 Josef Wißdorf Tambourmajor wurde.

Neue Spielkameraden begeisterten sich für die Marschmusik und halfen so dem Corps, sich zu vergrößern. Zwangsläufig war es deshalb erforderlich, neue Uniformen und Instrumente anzuschaffen. Am 06.08.1963 wurden neue Metallflöten gekauft, die die alten Bakalitflöten ersetzen sollten und am 16.03.1964 lieferte die Kleiderkammer der Bundesbahndirektion Köln neue Uniformen.

1967 übernahm Stefan Eidner, heutiger Ehrenvorsitzender des Fanfancorps “St. Briktius” Oekoven, den Tambourstab von Josef Wißdorf. Horst Eickler wurde im gleichen Jahr zum Vorsitzenden und Johann Neuen zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Ebenfalls 1967 wurde das Corps durch eine Lyra und eine große Marschtrommel verstärkt.

Als weitere Verstärkung versuchten sich die Spielleute 1968 an weiteren Instrumenten. Es wurden Fanfaren angeschafft auf denen mit Hilfe von Edi Poppeis einige Stücke einstudiert wurden. Erster und wahrscheinlich einziger öffentlicher Auftritt der jungen Fanfarenbläser des Tambourcorps” (Zeitung) war eine Einlage auf dem Schützenfest 1968 in Oekoven.

Im Jahr 1969 schied unser Ehrenvorsitzender Johann Neuen als aktiver Tambour aus dem Corps aus. Er stand jedoch weiterhin sehr intensiv mit Rat und Tat zur Verfügung.

Um den Fortbestand des Corps zu sichern, wurden Jugendliche fürs Musizieren mit Flöte und Trommel gewonnen. Die Grundlagen der heute bekannten Jugendarbeit des Corps waren geschaffen. Fortan konnten fast in jedem Jahr neue interessierte Jugendliche ausgebildet und in den mittlerweile großen Kreis der Aktiven integriert werden. Da auch aus den eigenen Reihen der Nachwuchs fürs Corps kam, waren und sind Familiengenerationen nach wie vor stark vertreten. Adi Kremer übernahm 1970 den Vorsitz über das Corps. Seit 1972 leitete Josef und Christian Müller das Corps durch Höhen und Tiefen “; Josef Müller war gleichzeitig 1. Tambourmajor und durch den Oberst vom BSV Eckum zum Oberstleutnant befördert worden.

Auf dem Schützenfest 1973 wurde das Corps zum ersten Mal Königszug, da das passive Mitglied Jakob Kirschbaum König der St. Sebastianus Bruderschaft Oekoven wurde. Mit großem Einsatz wurde die Residenz an der Antoniusstraße erstellt.

Am 3. und 4. Mai 1975 wurde unter Beteiligung von 16 befreundeten Tambourcorps das 25-Jährige in gebührender Weise gefeiert.

Die auswärtigen Auftritte wurden immer zahlreicher; Das Tambourcorps “Frisch voran ” war mittlerweile weit über die Grenzen Oekovens hinaus bekannt. Ausschlaggebend war und ist es auch heute noch, das spielerische Können und das adrette Auftreten. Hier gilt natürlich auch ein gebührender Dank an die Adressen der Ehefrauen, Mütter und Freundinnen, die für die Reinigung und dem ordentlichen Zustand der Kleidung verantwortlich zeichnen.

Zahlreiche Auftritte in der Landeshauptstadt Düsseldorf, freundschaftliche Beziehungen zur 1. Garde-Schützenkompanie Düsseldorf-Hamm sowie eine Verpflichtung von “Bauer-Ewald” auf dem Prickingshof in Westfalen sind hier nur als Beweis genannt.

Im Jahr 1980 fand das 30jährige Jubiläum in einem kleineren Rahmen statt. Die Feierlichkeiten begannen mit einem Umzug, es folgte ein Gottesdienst und am Abend wurde mit der Dorfgemeinschaft in der Gaststätte “Zur Post” gefeiert. 1982 wurde der Vorstand neu gewählt. Alfred Nerger trat nach 31 jähriger Tätigkeit als Kassierer nicht mehr zur Wahl an. Sein Nachfolger wurde Herbert Kirschbaum. Da Alfred Nerger aber nicht ohne Vorstandsarbeit sein konnte, wurde er zum stellvertretenden Kassierer gewählt.

Am 16.03.1986 verstarb unser Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzender Johann Neuen im Alter von 84 Jahren. Das Tambourcorps geleitete ihn zu seiner letzten Ruhestätte.

Die nächste große handwerkliche Herausforderung stellte die prachtvoll gestaltete Residenz des ersten aktiven Schützenkönigspaares aus den Reihen des Tambourcorps dar Josef Müller mit seiner Ehefrau Elisabeth repräsentierten 1986 die St. Sebastianus-Bruderschaft Oekoven. Die Vorbereitungen hierzu begannen im Januar. In Anstel, dem Wohnsitz des Königspaares, wurden von den Frauen in wochenlanger Arbeit 6000 Rosen gedreht und die zur Ausschmückung der Residenz erforderlichen Fähnchen geschaffen.

Zur Beköstigung des Aufbauteams wurde ein Schwein geschlachtet.

Der Aufbau der Residenz begann am 04. August und dauerte ganze drei Wochen. Der Abbau hingegen war nach 2 Tagen erledigt.

Auf dem Schützenfest 1988 in Oekoven traten die Spielleute nach langen Jahren montags zum Klompenball mit Klompen auf und spielten damit den Klompenzug zum Festzelt.

1989 fand dann unter Leitung von Klaus Fritz ein Ausflug zur Mosel nach Bullay statt, an dem auch einige unserer passiven Mitglieder teilnahmen.

Das 40jährige Jubiläum 1990 wurde ganz groß gefeiert. Das Fest ging über zwei Tage und wurde durch einen großen Festumzug mit 18 befreundeten Tambourcorps und Musikvereinen gekrönt. Auf dem Kirmesplatz wurde ein Festzelt aufgestellt, in dem am Sonntagvormittag auch die Messe unter Mitwirkung des Rommerskirchener Kirchenchores abgehalten wurde.

Ein Jahr später hatten wir unseren zweiten Schützenkönig an der Spitze der St. Sebastianus-Bruderschaft Oekoven. Es war Klaus I. Fritz. Da Klaus Fritz nicht wie im August 1990fälschlicherweise in einer Zeitung gemeldet wurde mit Evi verheiratet sondern Junggeselle ist, war Marianne GrossTambourcorps spontan bereit, ihm als Königin zur Seite zu stehen. Das schmücken der Residenz “Am Rosenhof” war nicht weniger Aufwendig wie fünf Jahre zuvor, ging aber routiniert von der Hand. Als Königsadjutanten fanden sich der Ehemann der Königin Lothar Gross und Adi Kremer.

Josef Müller beendete Ende 1993 aus privaten Gründen seine Mitgliedschaft im Tambourcorps. Er lernte jedoch vorher noch seine Nachfolger im Amt des Tambourmajors, Josef Schmitz als 1. Tambourmajor und Jürgen Lorenz als dessen Stellvertreter, an. Josef Schmitz wurde 1998 von Oberst Heinz-Josef Strauch zum Oberstleutnant ernannt. Als neuer Vorsitzender des Corps wurde auf der Jahreshauptversammlung 1994 Wilfried Rix gewählt, der bis dahin das Amt des Schriftführers ausführte. Als Stellvertretender Vorsitzender wurde Klaus Both gewählt.

Das 45jährige Jubiläum im Jahr 1995 wurde zwar nicht mit einem Tambourfest gefeiert, jedoch gab es einen anderen guten Grund dieses Jahr in Erinnerung zu behalten. Es war das Jahr von Reiner und Heidi Schaaf Sie waren das nächste Schützenkönigspaar aus den Reihen des Tambourcorps. Als Adjutanten von Reiner II. und Königin Heidi fungiertenMichael Schaaf der Sohn des Königspaares, und Hartmut Lorenz.

Die Residenz wurde wieder in gewohnter Weise in mühevoller Kleinarbeit errichtet. Trotz sehr guter Bewirtung der Bauleute (es wurde ein Küchenzelt errichtet, in dem von den Frauen ständig etwas zu Essen vorbereitet wurde und jeder mehr als genug bekam) brachen zu späterer Stunde einige Spielleute in den Vorratsraum ein, um noch eine Dose Würstchen zu verspeisen. Dies sorgte am nächsten Tag für helle Aufregung, bis der Einbruch aufgeklärt werden konnte.

In der Jahreshauptversammlung 1997 wurde der Vorstand mit Blick auf das jetzige Jubiläum für 4 Jahre (statt wie üblich 3 Jahre) gewählt. Vorsitzender und Stellvertreter sowie Kassierer wurden im Amt bestätigt.

Am 09. Juni verstarb nach kurzer schwerer Krankheit unser aktives Mitglied Peter Mausberg im Alter von 58 Jahren. Wir geleiteten ihn zu seiner letzten Ruhestätte.

Auch 1998 wurde die Bruderschaft Oekoven durch einen Schützenkönig aus den Reihen des Corps präsentiert. Unser langjähriges aktives Mitglied Heinz-Josef Strauch, ehemaliger 2. Vorsitzender und 2. Tambourmajor stellte mit Ehefrau Gertrud das Königspaar. 1984 entschloss er sich aus beruflichen Gründen, dem Corps nur noch passiv zur Verfügung zu stehen. 1989 wurde ihm als Oberst die Regimentsführung der St. Sebastianus Bruderschaft anvertraut.

In einem Zeitungsausschnitt zum Schützenfest 1999 in Neuss waren unsere Spielkameraden Andreas Schiffer und Stephan Strauch in Uniform auf einem Fahrrad zu sehen. Dieses Foto wurde jedoch am Schützenfestdienstag in Deelen aufgenommen.

Das Millenniumsfest wurde auch gebührend gefeiert. An Silvester trafen sich zahlreiche aktive und passiven Mitgliedern im Jugendheim und feierten das neue Jahrtausend bis in den frühen morgen.

Nunmehr steht ein großes Ereignis bevor; das Corps schickt sich an, das 50-jährige Bestehen am 29. und 30. April 2000 mit der ganzen Dorfbevölkerung von Oekoven, Deelen und Ückinghoven, mit allen Mitgliedern und Gönnern, aber auch mit den Freunden und Tambourcorps aus Nah und Fern zu feiern.

Wir Mitglieder des Corps hoffen, dass diese Jubiläumsfeierlichkeiten in die Geschichte des Corps ebenfalls als bleibende und gute Erinnerung eingehen. Das damalige und auch heutige aktuelle Ziel ist es, aktiver Bestandteil unserer Ortschaften Oekoven, Deelen und Ückinghoven zu sein, aber auch die festlichen Anlässe dieser Ortschaften durch unser Mitwirken zu bereichern.

Nachdem im Jahre 2003 ein aktives Mitglied des Tambourcorps (Lothar Gross) die St. Sebastianus-Bruderschaft Oekoven als Schützenkönig würdig vertreten hat, regierte im Jahre 2004 wieder ein passives Mitglied des Tambourcorps „Frisch voran“ als König der St. Sebastianus Bruderschaft. Michael und Simone Schaaf trugen mit ihrem jugendlichen Charme zum Gelingen des Schützenfestes bei. Selbstverständlich war auch hier die musikalische Unterstützung durch das Corps an allen Kirmestagen gewährleistet.

Auf Initiative von Wilfried Hohmann vom Tambourcorps „Sandhasen“ Neuenhausen wurde für den 26.11.2005 ein zweites Benefizkonzert in Orken vorbereitet. Waren bereits beim ersten Benefizkonzert in Frimmersdorf im Jahre 2002 einige aktive Mitglieder des Tambourcorps „Frisch voran“ Oekoven im Vorbereitungsteam tätig, so war man nicht überrascht, dass Oekoven erneut eine starke Mannschaft zur Planung und Durchführung stellte. Neben den Teilnehmern der regelmässigen Besprechungen (Michael Kühn, Detlef Gross, Wilfried Rix) wurden etliche Aufgaben von weiteren Mitgliedern des Corps wahrgenommen,so z.B. Andreas Schiffer (Beschallung und Begleitmusik im Orkener Festzelt), Daniel Gruner (Plakat-,Eintrittskartenentwurf und deren Druck und zusätzlich Karten- und Einlaßkontrolle), Karola und Wolfgang Kuck (Fotoaufnahmen für alle teilnehmenden Corps) sowie Rudi Hirsing, Christian Schmitz und Hans-Willi Kautz (Karten- und Einlasskontrolle). Dank der Unterstützung der vorgenannten Personen und den Mitgliedern des gesamten Corps konnte gemeinsam mit den „Grevenbroicher Freunden“ ein stattlicher Betrag für die Kinderkrebsklinik Düsseldorf eingespielt werden. Unser Corps hat sich durch die erneute aktive Teilnahme sicherlich weitere Freunde erworben und sein Ansehen gesteigert.

Am 16.12.2005 wurde das 55-jährige Bestehen des Corps im „kleinen Rahmen“ unter Teilnahme etlicher Freunde, Gönner und passiver Mitglieder gefeiert. Ein besonderer Höhepunkt war die Überreichung einer großen Bildkollage vom Orkener Benefizkonzert, gefertigt von Karola und Wolfgang Kuck.

Am 09.03.2006 verstarb unerwartet Alfred Nerger, der ein Mitbegründer des Corps war und lange Zeit als Tambourmajor, Kassierer und Flötist im Corps aktiv war. Seinem Wunsch entsprechend wurde er im engsten Familienkreis beigesetzt.

Am 20.05.2006 wurde ein lang gehegter Wunsch vieler aktiver Mitglieder Wirklichkeit. Gemeinsam mit etlichen Freunden vom Fanclub der „Köttelbachborussen 2004“ sowie einigen passiven Mitgliedern wurde das Natomusikfest in Mönchengladbach besucht. Hin- und Rückfahrt erfolgte mit einem Bus, den Fahrer stellte das Corps mit Josef Schmitz. Dieses Musikfest im Borussiapark war für alle Teilnehmer ein Erlebnis und soll wunschgemäß in Zukunft nochmal wiederholt werden.

Im Jahre 2006 wurden die Schützen von Oekoven, Deelen und Ückinghoven von Thorsten Kautz und Ulrike Schreyeck regiert. Thorsten Kautz war viele Jahre im Tambourcorps „Frisch voran“ Oekoven aktiv tätig und ist seit circa 2 Jahren passives Mitglied des Corps. Mit der Errungenschaft der Königswürde erfüllte er sich einen Lebenstraum.

Auf der Kirmes 2006 wurde erstmals der Musikverein Horst durch die St. Sebastianus Bruderschaft Oekoven verpflichtet. Für das Tambourcorps ist es immer wieder eine neue Herausforderung, mit einer bisher unbekannten Musikkapelle gemeinsam aufzuspielen. Daher wurde vom Corps im Vorfeld Kontakt mit der Musikkapelle aufgenommen und musikalische Details abgesprochen. Das Ergebnis ist zu voller Zufriedenheit aller Beteiligten ausgefallen. Der Musikverein Horst ist an einer weiteren Zusammenarbeit interressiert.

Nach einem harmonisch verlaufenen Schützenfest hatte man am Kirmesdienstag Probleme, einen Kronprinzen zu finden. Bis zum Krönungsball am Dienstagabend hatte sich noch niemand bereit erklärt, die Königswürde für das Jahr 2007 zu übernehmen.

Kurz bevor das Tambourcorps zur Gratulation des Königspaares Aufstellung nehmen sollte, begaben sich alle Spielleute vor das Festzelt. Dort wurde der Wunsch von Josef und Marianne Müller vorgetragen, die Königswürde für das Jahr 2007 zu übernehmen. Hierfür war allerdings die Zustimmung aller aktiven Mitglieder des Tambourcorps notwendig. Dem Wunsch wurde einstimmig zugestimmt.

Der Gratulationsmarsch für das amtierende Königspaar Thorsten Kautz und Ulrike Schreyeck wurde dann mit der freudigen Nachricht an die Bruderschaft und deren Gäste verbunden, dass Oekoven ein Kronprinzenpaar und somit für 2007 ein Schützenkönigspaar hat. 

Alle Mitglieder des Corps werden darum bemüht sein, dass im Jahre 2007 gemeinsam mit dem Schützenkönigspaar Josef und Marianne Müller  sowie der St. Sebastianus Bruderschaft Oekoven ein schönes Schützenfest gefeiert werden kann.

Eine „Residenzbauerfahrung“ von mittlerweile 5 Schützenkönigen spricht ebenfalls dafür.

Am 26.10.2006 verstarb unser langjähriges Mitglied Klaus-Peter Fritz. Er war lange Zeit aktives Mitglied unseres Corps und in dieser Eigenschaft im Jahre 1991 Schützenkönig der St. Sebastianus-Bruderschaft Oekoven. Seit Mitte der 90er Jahre war er passives Mitglied des Corps.

Im Jahr 2007 sind erneut die Erfolge der zwischenzeitlich bekannten Jugendarbeit des Corps sichtbar. An den Oekovener Kirmestagen werden vorraussichtlich 6 Jugendliche ihr Können im Trommel- und Flötenspiel unter Beweis stellen.

Ein Passus der Statuten des Corps ist uns nach wie vor Pflicht und Aufgabe: Das damalige und auch heutige Ziel des Corps ist es, aktiver Bestandteil der Ortschaften Oekoven, Deelen und Ückinghoven zu sein und auch die festlichen Anlässe dieser Ortschaften durch sein Mitwirken zu bereichern.